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History
Wie alles begann …
Auf Initiative der “Großen Europa-Mission” wurde im Jahr 1952 das “Europäische Bibel Institut” in Frankreich gegründet. Die Schule hatte eine englische und eine französische Abteilung. Der Schwerpunkt war das Bibelstudium, und gemeinsam mit ein paar anderen Bibelschulen in Europa hatte sie eine starke Betonung der Mission.
Dieses starke missionarische Anliegen war der ganzen Mitarbeiterschaft zu verdanken, aber in besonderer Weise Herrn Robert Munn, der 1954 vom gesamten Personal zum Ratgeber für Mission in der Schule ernannt wurde.
Dieser Lehrer, war selbst als Missionar in Afrika gewesen und hatte am “Columbia Bibel College” studiert. An diesem Bibel-College wurden großartige Segenserfahrungen gemacht, und dieser Segen war hauptsächlich dem lebhaften Interesse der Studenten für die Mission zuzuschreiben. Das Anliegen von Herrn Munn wurde von EBI-Studenten geteilt. Den meisten von den Studenten in diesem Nachkriegs-Europa lag ihr eigenes Land am Herzen. Einige von ihnen dachten an ein nichteurpäisches Land. Einer davon war Joop Schotanus. Er hatte ein Jahr lang an der englischen Abteilung studiert aber er bekam ausnahmsweise die Erlaubnis zur französischen Abteilung zu wechseln. Der Grund für diesen Wechsel war seine feste Absicht, als Missionar in ein französischsprachiges Land Afrikas zu gehen.Gebet
Die gesamte Studentenschaft (damals 36) wurde in die wöchentliche Gebetsgruppe, speziell für die Mission, einbezogen. JOOP wurde zum ersten Koordinator gewählt. Am Anfang unterschieden sich die Dinge im EBI in der Tat nicht so sehr von denen in anderen Bibelschulen, z.B. Beatenberg Schweiz, Bensheim in Deutschland oder einigen in England.
EBI begann einen Gebetsabend, in welchem man zum allgemeinen Informationsaustausch und einer kurzen biblischen Betrachtung zusammenkam. Danach teilte man sich in die verschiedenen, nach Kontinenten eingeteilten, Gebetsgruppen auf, um gezielt für die einzelnen Anliegen zubeten. Die Konzentration auf Mission hatte einen sehr positiven Einfluss auf das geistliche Klima der SchuleGeben
Im allgemeinen waren die Studenten arm und viele mussten körperliche Arbeit verrichten (zumindest teilweise), um ihre Schulgebühren bezahlen zu können. Aber trotzdem investierten sie in die Arbeit des HERRN. Dabei machten sie während der Bibelschule Erfahrungen, indem sie für die Arbeit des HERRN gaben und auf SEINE Fürsorge vertrauten. Sie begannen, missionarische Projekte zu unterstützen, und freuten sich darauf zusätzlich Geld für diesen Zweck zu verdienen. Alle zusammen ließen sie einige Mahlzeiten ausfallen, und die Schule gab das auf diese Weise gesparte Geld für ein Projekt. Die Liebe zur Mission machte sie sehr erfinderisch.
Gehen
Die Studenten begannen, bei all ihrem Tun und Handeln an die Mission zu denken; auch jene, die nicht daran dachten, selbst nach Übersee zu gehen. Die Studenten hatten ein Bedürfnis, andere dazu zu ermutigen, missionarisch aktiv zu werden, Sie hatten dabei ihre Heimatgemeinden und besonders die Studenten anderer Bibelschulen in Europa im Blick.
Die weitere Organisation
An Joop, den ersten Präsidenten der EBI-Gebetsgruppe, trat eines Tages Herr Robert Munn heran, der alle Arten von Informationen über die “FMF”(Ausländische Missions-Gemeinschaft), einem Zweig der “American Inter-Varsity”, auf Joops Tisch hinlegte, indem er sagte: “Europäisiere sie (Übertrage sie auf Europa)!” Fräulein Toirac, ein anderes Belegschaftsmitglied von EBI, hatte kurz zuvor den Auftrag gegeben, ein Schriftstück über ,,organisieren” zu verfassen. Das war in Joops letztem Semester eine wunderbare Gelegenheit, einen Aufsatz über das Thema: “Wie man eine Europäische-Studenten-Missions-Vereinigung beginnt” zu schreiben. Dieser wurde dann an den Lehrer ausgehändigt; voller Vorschläge, wie man andere Bibelschulen über Inter-Bibel-Schulkonferenzen erreichen kann, wie man ihnen die Ideen, die in EBI Form angenommen haben, vermitteln kann. Joop erhielt seinen Aufsatz zurück mit den Worten: “Ausgezeichnet, Joop! Dann mach’s!” Was er dann auch tat. 1956 machte er seinen Abschluss und besuchte ungefähr sieben verschiedene Bibelschulen in vier verschiedenen Ländern. Sein Nachfolger als Präsident der EBI-Missions-Gruppe war Bill Boerop, der 1957 die erste Konferenz organisierte. Ein CAMA-Missionsleiter war der Hauptredner. Dann wurde beschlossen, eine jährliche Konferenz abzuhalten. Später wurden diese Konferenzen immer abwechselnd von einer anderen Bibelschule vorbereitet. ESMA begann zu entstehen. Manchmal ist die ganze Schule von ESMA durchsetzt, aber unglücklicherweise funktioniert ESMA nicht immer, (weil die Vision vom gemeinsamen Missionsgebet immer an die neuen Schüler weitervermittelt werden muss,) wie es sein sollte, und dies kann sich für das geistliche Klima der Schule nachteilig auswirken.
ESMA und TEMA
In den siebziger Jahren fragten mehr und mehr Nicht-Studenten um die Erlaubnis, bei einer ESMA-Konferenz dabeisein zu dürfen. Unter der Leitung von Eric Gay betete und plante eine Gruppe von EBI-Studenten. Das Ergebnis war TEMA (die europäische Missionsvereinigung). 1976 bereiteten sie in Lausanne einen Internationalen Missionskongress für junge Leute vor. In diesem Zusammenhang muß Cynthia Bromley, ein anderes Belegschaftsmitglied von EBI, erwähnt werden. Für viele Schülerorganisationen war sie die zuverlässige Verbindung zwischen ESMA und TEMA. Bei Mission ‘76 nahmen ungefähr 3000 junge Leute teil. Joop, von Afrika nach Holland zurückgekehrt, war der erste Koordinator in seinem Land, der diesen Kongreß zu jener Zeit dort bekannt machte. Er wurde sehr in die Leitung, Übersetzung u.s.w. des TEMA-Kongresses, eingebunden. Mit zunehmendem Alter und abnehmender Energie genießt er es immer noch, beim Missionskongreß dabei zu sein, zumindest für einen Tag. So wie er es für sich selbst am Ende der Geschichte auf den Punkt bringt:”Jetzt stiegen neue Könige über Ägypten auf, die Joseph nicht kannten.” Neue Leiter übemehmen die Führung, und die Vision für die Mission breitet sich immer mehr aus.
Die Geschichte, wie sie dem Internationalen ESMA – Team bei Mission ‘96 von Joop Schotanus mitgeteilt wurde.
Das Ende von TEMA
2004 fand der letzte TEMA-Kongress statt und TEMA wurde aufgelöst. Doch das blieb nicht das Ende der “ESMA-Schwester”. 2009 fand zum ersten Mal Mission-Net statt. Die Mission-Net-Bewegung tritt nun in die Fußstapfen von TEMA.
ESMA heute
Auch die ESMA-Geschichte geht weiter. Heute sind längst keine 40-50 ESMA-Schulen mehr dabei, so wie früher und in regelmäßigen abständen wurde bei ESMA-Ratsversammlungen schon über die Sinn-Frage von ESMA gerungen. Doch immer wieder kommt man zum Ergebnis, das ESMA immer noch dran ist. Vielleicht gerade wegen dem geringen Interesse, dass ESMA oft entgegen kommt. Erinnert das nicht an die Beweggründe ESMA zu gründen, so wie Joop Schotanus berichtet?


